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Sprüche und Zitate

Als wir das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen. Mark Twain

Gute Vorsätze sind wie Schecks, die auf eine Bank ausgestellt sind, bei der Sie kein Konto haben. Oscar Wilde 




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02. 09. 2014

Ziele wollen erreichbar sein

© helix - Fotolia.com

"Ich hätte gern mehr Zeit fürs Büro." "Eigentlich brauchten wir eine Bürokraft." "Wenn wir nur ein größeres Büro hätten." Sicher kennen Sie diese oder ähnliche Wünsche, die immer dann auftauchen, wenn es im Büro kriselt.

Ein Ordner ist verschwunden, das Papier schon wieder aufgebraucht und Skonto wurde übersehen. In solchen zugespitzten Situationen denkt man daran, wie alles besser sein könnte und nimmt sich vor etwas zu verändern. Hat sich aber die Situation wieder entspannt, rücken auch die guten Vorsätze in den Hintergrund. Bis es wieder kriselt...

Wenn Sie in Ihrem Agrarbüro – oder auch in anderen Arbeitsbereichen Ihres Betriebes - auf Dauer etwas verändern möchten, kann es hilfreich sein, aus guten Vorsätzen konkrete Ziele zu machen. Während Wünsche, gute Vorsätze oder bloße Absichten wenig Chance haben, jemals in die Tat umgesetzt zu werden, sieht das bei Zielen, die man sich ernsthaft vornimmt, anders aus. Konkrete Ziele sind mehr als gute Vorsätze!

Überlegen Sie möglichst genau, was Sie erreichen möchten und formulieren Sie Ihr Ziel am besten schriftlich. Das ist verbindlicher und motiviert, das angestrebte Ziel auch tatsächlich zu erreichen. Es müssen keine Berichte sein! Nur einige wesentliche Fakten reichen aus, die aber dafür gut durchdacht sind.


Worauf es ankommt, um wirklich von einem konkreten Ziel sprechen zu können, beschreiben wir in drei Punkten und geben zu jedem Punkt ein Beispiel:

1. Ziele sollten realistisch und machbar sein

Ziele werde oftmals nicht erreicht, weil sie einfach zu umfangreich und in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht zu schaffen sind. Daher ist es wichtig, Ziele richtig einzuschätzen. Setzen Sie sich Ziele, die Sie unter normalen Bedingungen auch tatsächlich erreichen können. Ziele sollten realistisch und machbar sein. Sinn und Zweck der Zielsetzung als Arbeitsmethode ist, dass Sie einen Erfolg verbuchen können, wenn das Ziel erreicht ist. 

Beispiel: Sie haben schon seit längerem das Gefühl, dass Ihre Versicherungsordner nicht mehr aktuell und zudem nicht übersichtlich genug geordnet sind. Sämtliche Versicherungsunterlagen eines landwirtschaftlichen Betriebes zu sichten und neu zu ordnen, ist eine umfangreiche Aufgabe, die in der Regel nicht in einer Stunde erledigt ist. Setzen Sie sich also sich lieber zum Ziel, zunächst zwei Versicherungsordner durchzuarbeiten als alle die im Regal stehen. Wenn die beiden Ordner geschafft sind, ist Ihr Ziel erreicht und Sie können einen Erfolg für sich verbuchen. Der Maßstab für den Erfolg ist ihr selbst gesetztes Ziel!


2. Ein Ziel sollte konkret und messbar sein

Ein klares Ziel enthält - im Gegensatz zu den unverbindlichen guten Absichten - konkrete Angaben in Form von Zahlen, Daten und Fakten. Wann möchte ich mein Ziel erreicht haben? Wie viel will ich erreicht haben? Wie sieht das Ergebnis genau aus? Je konkreter ein Ziel formuliert ist, desto besser lässt sich der Arbeitsprozess, der dann zum Ziel führt, planen und umsetzen. Ob Sie das Ziel erreicht haben, lässt sich an der zuvor bestimmten Zahl genau messen.

Beispiel: Ihr Wunsch ist es, das Agrarbüro aufzuräumen. Das ist zunächst eine gute Absicht, man kann aber noch nicht erkennen, was Sie genau machen wollen, wie umfangreich die Aufräumaktion sein wird, wie es danach in Ihrem Büro aussieht und in welcher Zeit Sie aufräumen wollen. Es fehlen noch die Zahlen, Daten und Fakten (Z.D.F.)! So könnte hingegen Ihr konkretes Ziel aussehen: Morgen zwischen 9.00 und 12.00 Uhr werde ich die 3 großen Stapel Zeitschriften, Broschüren und Zettel durchsehen. Alte Zeitschriften und Broschüren entsorgen und für die restlichen im Regal einen dauerhaften Platz schaffen. Die Zettel werden - endlich! - abgeheftet. Außerdem werde ich die rund 10 Beleg-Ordner, die im oberen Regalbereich stehen und die ich nur noch aufbewahren muss, aber aktuell nicht mehr benötige, in den Keller bringen. Wenn Sie die 3 Stapel und 10 Beleg-Ordner geschafft haben, ist das Ziel erreicht.


3. Ein Ziel sollte positiv und motivierend sein
Ein Ziel sollte positiv formuliert sein. Das heißt, es soll das gewünschte Ergebnis beschreiben, so wie Sie es sich wünschen und vorstellen. Häufig werden Vermeidungsziele formuliert, die beschreiben was nicht sein soll. Mit einem kleinen Test können Sie den Unterschied leicht erkennen. Was stellen Sie sich vor wenn Sie den folgenden Satz lesen? Denken Sie bitte nicht an weiße Mäuse! Woran haben Sie gedacht? Sicher haben Sie an die kleinen Nager gedacht oder die leckeren Marshmallows, obwohl die Aufforderung lautete nicht daran zu denken. Das passiert auch, wenn ein Ziel negativ formuliert ist. Sie denken genau daran, was Sie eigentlich nicht wollen. Formulieren Sie dagegen positiv, so haben Sie stets das wünschenswerte Ziel im Unterbewusstsein. Das bringt Zugkraft und ist motivierend!

Beispiel: Der Schreibtisch soll schön leer sein, damit ich sofort mit der Büroarbeit beginnen kann. Nur Bildschirm, Tastatur und Maus sind noch auf der Arbeitsfläche, der Rest ist wunderbar leer! So lautet die positive Formulierung. Eine negative Formulierung hingegen würde lauten: Auf dem Schreibtisch soll kein Chaos mehr herrschen. Damit beschreiben Sie aber genau den Zustand, den Sie nicht haben wollen und denken automatisch an das Chaos. Besser ist es, wenn sich unser Unterbewusstsein das positive Bild vorstellt. Das motiviert uns, diesen Zustand auch zu erreichen.

Tipp: Zum Thema Zeit- und Selbstmanagement gibt es viele interessante Bücher. Fragen sie in Ihrem Buchhandel nach aktueller und spritziger Lektüre. Machen Sie eine Leseprobe, um vorher zu sehen, ob der Stil des Autors Ihren Geschmack trifft! Alternativ und günstiger: Der Gang in die Stadtbücherei.

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